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November 2014

4. Platz für den SVO

SVO besonders engagiert

Für besonderes gesellschaftliches Engagement im Breitensport hat der SV Oberfeldkirchen den 4. Platz der „Sterne des Sports“ auf Landesebene belegt. Er wurde fürs Projekt Jugendzeltlager geehrt. Der SVO trat mit dem Schwerpunkt „Kinder und Jugend“ an. Bei der Preisverleihung bei den „Sternen des Sports“ in Bronze im September betonte die Jury speziell das Engagement für das Kinderzeltlager, das der SV Oberfeldkirchen seit 32 Jahren organisiert. Im ersten Jahr – 1982 – nahmen zehn Kinder teil, im vergangenen Jahr waren’s 129 und auch heuer überschritt der Verein die 100er-Marke deutlich. Dabei dürfen auch Nichtmitglieder mitmachen. Die Jugendleiter Volker Smolé und Joachim Teetz veranstalten die Zeltlager seit zehn Jahren mit jährlich wechselnden Mottos wie Western, Ritter, Wikinger, Musketiere oder Rettung, bei der auch die BRK-Rettungshundestaffel ihr Können zeigte. In der Organisation steckten viel Herzblut und viel Ideenreichtum – auch in puncto Vernetzung mit anderen Institutionen.

Unfälle an Bushaltestellen vermeiden

Brems mit. Fahr Schritt! Nadelöhr Haltestelle.“ So lautet das Motto der bundesweiten Aktion, mit der der Auto Club Europa (ACE) dazu beitragen will, Unfälle an Bushaltestellen zu vermeiden. Diese Parole soll nun auch an den Hecks der Busse des Trostberger Busunternehmens von Karl-Heinz Hövels prangen. Kürzlich haben sich der ACE-Kreisvorsitzende Günter Fix, ACE-Regionalbeauftrager Florian Baar und ACE-Vertrauensanwalt Gottfried Putz in Trostberg an der zentralen Bushaltestelle an der Bayernstraße getroffen, wo ihnen Klaus Jäger vom Busunternehmen Hövels am Heck eines Busses zwei Aufkleber mit dem Spruch „Brems mit. Fahr Schritt! Nadelöhr Haltestelle“ zeigte. Damit hat Hövels seine Zusage, mit dem ACE zu kooperieren, eingelöst.

Werk Sundsvall geht an die AlzChem

Der SKW-Metallurgie-Konzern habe sich „von seinem schwedischen Werk für die Kalziumkarbidproduktion getrennt, indem 100 Prozent der Anteile an der SKW Metallurgy Sweden AB an den AlzChem-Konzern verkauft wurden“, heißt es in der Pressemitteilung der SKW Metallurgie. Der globale Spezialchemie-Konzern SKW Metallurgie setze damit die vom neuen Vorstand unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden Dr. Kay Michel eingeleitete strategische Neuausrichtung (Projekt „ReMaKe“) konsequent um. Über den Kaufpreis wurde zwischen beiden Parteien Stillschweigen vereinbart. Im Werk in Sundsvall waren zum 30. September 52 Mitarbeiter beschäftigt. Von Seiten der AlzChem gab es zur Transaktion keinen Kommentar. Noch im Herbst 2010 hatte die AlzChem für das Kalziumkarbid-Werk der Carbide Sweden AB geboten – und war unterlegen. Den Zuschlag für die Tochter der holländischen AkzoNobel holte sich die SKW Metallurgie mit Sitz in Unterneukirchen. Mit Wirkung zum 19. November 2014 geht das Werk in Sundsvall nun doch an die AlzChem.

Erfolgreiche Dancin’ Shoes

Nach ihren Erfolgen bei der Deutschen Meisterschaft im Boogie-Woogie in Ottobrunn haben die „Dancin’ Shoes“ – die Tanzsport-Abteilung des TSV Trostberg – auch bei der Europameisterschaft in der Oldieklasse in Regensburg vorne mitgetanzt. Das für die „Dancin’ Shoes“  startende Tanzpaar Angela Lex aus Grabenstätt und Christian Wagner aus Landshut, das bei der Deutschen Meisterschaft Platz vier belegt hat, erreichte in Regensburg den fünften Platz und war damit das beste deutsche Paar. Die deutschen Vizemeister Gabi und Hans Prems kamen bei der Europameisterschaft auf den siebten Rang. Europameister wurden Sonja Emch-Secchi und Francesco Secchi aus der Schweiz. 17 Paare tanzten in der Oldieklasse, sechs davon stammen aus Deutschland. Zu den rund 1.200 Zuschauern gehörte auch ein Fan-Block mit mehr als 30 Trostbergern, die die beiden Tanzpaare der „Dancin’ Shoes“ anfeuerten und die Daumen drückten. Nachdem Angela Lex und Christian Wagner sowie Gabi und Hans Prems die Vorrunde nicht optimal gelang, mussten sie in der Hoffnungsrunde das Ticket für das Halbfinale buchen. Beide Paare schafften dies souverän.

Finanzspritze für die Ringer-Abteilung

Der Förderkreis der Wirtschaft unterstützt in Trostberg Projekte, bei denen einzelne Betriebe finanziell teilweise schon Klimmzüge machen müssten. Jetzt hat der Förderkreis dem TSV Trostberg eine kräftige Finanzspritze vergönnt. Für die Ringer-Abteilung hatte der Sportverein eine 216 Quadratmeter große Ringer-Mattenfläche mit Kosten in Höhe von 17.198 Euro angeschafft. Der Förderkreis der Wirtschaft hat zum Kauf 13.000 Euro – also mehr als 75 Prozent – beigesteuert. „Ohne diese Förderung wäre die Anschaffung und damit die Verbesserung der Trainingsbedingungen unserer Ringer nicht möglich gewesen“, teilte TSV-Vorsitzender Josef Hurnaus mit. AlzChem-Vorstand Stefan Greger, BASF-Geschäftsführer Erich Lackner, Josef Huber von der Kreissparkasse Traunstein-Trostberg und Nicol Schindlbeck, bei AlzChem Leiterin der Kommunikation, sowie Bürgermeister Karl Schleid, Bernhard Unterauer, Geschäftsleiter der Stadt, und der stellvertretende TSV-Vorsitzender Michael Fraunhofer machten sich nun auf der Galerie der Alois-Böck-Turnhalle selbst ein Bild von der neuen Matte.

Knott löst Schnell ab

Bei der Jahreshauptversammlung der Trostberger Grünen im Hotel „Pfaubräu“ haben die Mitglieder Marianne Penn als Grünen-Ortssprecherin bestätigt und Martina Knott ins gleiche Amt gewählt. Damit löste Knott den bisherigen Ortssprecher Wolfgang Schnell ab. Schatzmeisterin bleibt Brigitte Paetzelt. Das vierte Amt, das die Trostberger Grünen zu besetzen hatten, war das des Schriftführers. Diese Aufgabe bleibt bei Karl-Heinz Boxhammer. „Ich nehme die Wahl an und freue mich, unter drei Frauen dienen zu dürfen“, sagte der Schriftführer schmunzelnd. Verena Penn vertritt bei den Orts-Grünen die Jugend. Beisitzer sind Bernd Paetzelt, Johannes Reinhold, Wolfgang Schnell, Klaus Scholz und Bettina Stelzner.

Stadt ist auf Flüchtlinge vorbereitet

Bürgermeister Karl Schleid freut sich über die „überraschend intensive Bereitschaft“ der Bürger, den rund 60 Flüchtlingen helfen zu wollen, die ab Dezember in der Stadt unterkommen. Mehr als 170 Trostberger sind zur Infoveranstaltung „Asylbewerber in Trostberg. Bildung eines Netzwerks“ in den Postsaal gekommen. Rede und Antwort standen der neue Eigentümer des ehemaligen Gasthauses Hurmer in Wäschhausen, Hans Huber, die Sozialpädagogin Britta Barth von der Diakonie, Schleid und Rosi Auer, die seit 15 Jahren ehrenamtlich im Engelsberger Flüchtlingsheim engagiert ist. Ziel der Versammlung war es, ein Hilfsnetz für die Asylsuchenden zu knüpfen. Schleid umriss die Maßnahmen, die zuerst greifen müssen: „Wir müssen den Flüchtlingen dabei helfen, die Sprachbarriere zu überwinden.“ Deshalb werden Leute gebraucht, die den Gästen die Grundlagen der deutschen Sprache beibringen. Weitere Einsatzgebiete seien die Freizeitgestaltung, Begleitung der Asylsuchenden zu Ärzten und Zahnärzten und die Schaffung einer Begegnungsmöglichkeit für Flüchtlinge und Trostberger – eine Art „Café International“, wie Schleid es nannte.

Scherf referiert über Chancen des Alters

Bremens ehemaliger Bürgermeister Dr. Henning Scherf lebt mit seiner Frau Luise in einer Senioren-Wohngemeinschaft in der Bremer Innenstadt. Die WG hat er 1987 mit zehn Freunden gegründet, er nennt sie „Wahlfamilie“. Er wirbt für diese Art des Zusammenlebens und empfiehlt sie als Chance für die alternde Gesellschaft. Darüber sprach der ehemalige SPD-Spitzenpolitiker auf Einladung vom Trostberger SPD-Ortsverein und von Dr. Bärbel Kofler im Postsaal-Gewölbe. Scherf stellte den Gedanken in den Mittelpunkt, wie ältere Mitmenschen fester Bestandteil der Gesellschaft sein können. Senioren wollen sich einbringen und nicht in die Ecke geschoben werden. Er zeigte auf, wie sich Senioren am Leben beteiligen können, wie solche Teilhabe auch bereits gesundheitlich Angeschlagenen helfen kann, und erzählte aus dem Leben in seiner Senioren-WG. Bundesweit gibt es rund 30.000 solcher Wohngemeinschaften.

Weichen für neuen Seniorenbeirat gestellt

Zwölf Frauen und Männer haben sich dazu bereit erklärt, sich kommissarisch als Seniorenbeiräte zu engagieren – bis zur nächsten Seniorenbürgerversammlung, in der Trostberger Bürger ab dem vollendeten 60. Lebensjahr das Gremium wählen dürfen. Damit war das erste Treffen der Findungsgruppe auch gleich das letzte. Bei der Seniorenbürgerversammlung Anfang Oktober hatten sich nicht genügend Kandidaten für die Wahl zur Verfügung gestellt und der Großteil des bisherigen Beirats war nicht mehr angetreten. Eine Findungsgruppe sollte geeignete Kandidaten finden. Das Interesse an der ersten Sitzung dieser Gruppe war so groß, dass die Versammlung vom kleinen in den großen Sitzungssaal des Rathauses verlegt wurde. Nach nur einer Stunde stand die Zusammensetzung des neuen Beirats. Bürgermeister Karl Schleid legt die Liste der kommissarischen Beiratsmitglieder noch dem Stadtrat zur Beratung vor. Allerdings geht er davon aus, dass dieser nichts einzuwenden haben wird.

Spielothek unter Auflagen genehmigt

Mustafa Özdemir darf im Beilmaier-Anwesen – im ehemaligen „Wiener Hof“ – an der Bahnhofstraße 1 eine Spielothek einrichten. Der Trostberger Bauausschuss hat den Antrag gegen die Stimme von Franz Xaver Obermayer (Freie Wähler) genehmigt – allerdings mit Einschränkungen: Das Projekt muss das Umfeld deutlich aufwerten. Dazu sieht das Freiflächenkonzept vor dem Gebäude eine Gastronomiefläche vor; die Parkplätze sollen an die Straße verlegt werden und so den Straßenverkehr vom Gehweg trennen. Die Fassade des Gebäudes soll saniert werden. In der Spielothek darf Özdemir keinen Alkohol ausschenken, die Besucher müssen mindestens 21 Jahre alt sein. Außer der Spielothek, die einen separaten Eingang und eigene sanitäre Anlagen bekommen soll, will der Betreiber eine Eisdiele, ein Sonnenstudio und ein Internetcafé unterbringen.

Ausbildungspaten gesucht

Die Stadt Trostberg sucht Bürger, die bereit sind, sich im Projekt „Ausbildungspaten“ zu engagieren. In den vergangenen elf Jahren haben Paten mehr als 100 Schüler auf ihrem Weg zum Ausbildungsplatz begleitet. Elf Neuntklässler der Heinrich-Braun-Mittelschule wollen sich von Paten helfen lassen – es stehen derzeit aber lediglich sechs Paten zur Verfügung. Das Angebot richtet sich vor allem an Mittelschüler mit einem Notendurchschnitt von 3,5 oder schlechter, denen droht, dass sie den Schulabschluss nicht schaffen. In den ersten Jahren seines Bestehens hatten sich bis zu zehn Erwachsene im Förderkreis engagiert. Die Zahl der Paten sinkt, gleichzeitig nimmt aber die Zahl der Schüler mit Defiziten zu. Deshalb bittet Bürgermeister Karl Schleid Bürger aus allen Gemeinden, die zum Schulverband der Heinrich-Braun-Mittelschule gehören, sich am Projekt zu beteiligen und Paten zu werden.