Mehr als 4.000 Gäste hatten im Herbst die Trostberger Regio-Messe besucht.

Erfreuliche Resonanz erfuhr laut Veranstalter Mattfeld & Sänger Marketing und Messe AG die parallel zur Regio-Messe stattfindende Bau- und Energie-Messe in der Alois-Böck-Turnhalle. Wegen des geplanten Neubaus der Realschule sieht die Stadt Trostberg jedoch von einer weiteren Auflage der Bau- und Energiemesse in diesem Jahr ab. Foto: fam

2017 keine Energie- und Baumesse

HFA nicht grundsätzlich gegen jährliche Durchführung, aber: Ablehnung wegen Realschulneubau

Von Michael Falkinger

Mehr als 4.000 Interessierte haben im Oktober die Regio-Messe sowie die Energie- und Baumesse Chiemgau in der Landkreisturnhalle, in der Alois-Böck-Turnhalle und auf der Freifläche zwischen den beiden Sportstätten besucht.  Da der Veranstalter – die Mattfeld & Sänger Marketing und Messe AG aus Kempten –  die Resonanz als sehr erfreulich betrachtet, hat er an die Verwaltung der Stadt Trostberg die Anfrage gestellt, auch für 2017 und dann jährlich eine Fachmesse Energie und Bau in Trostberg auszurichten. Üblicherweise findet die Regio-Messe turnusgemäß alle zwei Jahre statt.

Fa. Alwin Kroner

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Der Haupt- und Finanzausschuss (HFA) der Stadt Trostberg lehnte die Durchführung einer Energie- und Baumesse grundsätzlich nicht ab. Dennoch entschied sich das Gremium einstimmig, von der Ausrichtung einer solchen Messe 2017 sowie auch der turnusgemäß für 2018 vorgesehenen Regio-Messe abzusehen. Ausschlaggebend dafür war das Vorhaben des Landkreises Traunstein, für die Staatliche Realschule Trostberg ein neues Gebäude zu errichten. Daher beschloss der HFA, dass nach Abschluss der Baumaßnahmen über die Durchführung von Regio-  sowie Bau- und Energiemessen im Einzelfall beraten werden soll.

Die Vorgeschichte zum Antrag von Mattfeld & Sänger, die Energie- und Baumesse jährlich durchzuführen: Der Veranstalter erwartet etwa 1.500 bis 2.000 Fachbesucher. Die vorgesehene Größe der Ausstellung liege bei etwa 50 bis 55 Ausstellern mit einer Dauer von zwei Tagen: Samstag und Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Diese Fachmesse wäre als regionale Ausstellung beworben, das heißt: Der Radius wird etwa 30 bis 40 Kilometer sein – wie 2016.

Zur Durchführung würde die Alois-Böck-Halle ab Donnerstagmorgen – eventuell schon am Mittwoch ab Leerstand um 22 Uhr – bis Sonntagabend oder Sonntagnacht benötigt, so dass die Schulen und Vereine in der Nutzung der Sportstätten nur am Donnerstag und am Freitag beeinträchtigt würden. Das Freigelände zwischen den Hallen reicht zur Nutzung von Freitag ab 6 Uhr bis Sonntag um 20 Uhr. Und: Der Veranstalter würde Trostberger Betrieben ein exklusives Vorbuchrecht und   Sonderkonditionen bieten. Regionale Betriebe würden den überregionalen Unternehmen vorgezogen. Die Regio-Messe in Kombination mit einer Fachmesse Bau und Energie wäre weiterhin im Zwei-Jahres-Rhythmus eingeplant.

Die Stadtverwaltung gab jedoch zu bedenken, dass sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr durch den Neubau des Realschulgebäudes auch der Volksfestplatz teilweise in Anspruch genommen werden müsse und damit Konflikte bei der Organisation von Ausstellungen in den Turnhallen zu befürchten seien. Dieser Meinung  schlossen sich die HFA-Mitglieder an.

Irmgard Leineweber (CSU) sprach sich zudem dafür aus, die Messen weiterhin im Zwei-Jahres-Turnus veranstalten zu lassen. Hans-Michael Weisky (SPD) plädierte dafür, das Thema erneut zu beraten, wenn die Mattfeld & Sänger Marketing und Messe AG 2018 einen Antrag stellt, die Messen zu veranstalten. Dr. Birgit Seeholzer (CSU) erinnerte daran, dass es Tradition sei, dass sich die Messe in Trostberg im Zwei-Jahres-Takt mit der Truna in Traunstein abwechselt. Somit werde Konkurrenz vermieden.

(24. Januar 2017)

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