Die Musikschule Trostberg ist mit einigen Gruppen bei der Nacht der Musik vertreten.

Lokalmatadoren im Atrium: Die Musikschule Trostberg ist mit einigen Gruppen bei der „Nacht der Musik“ dabei. Foto: Florian Schäfer

Von A wie Austro-Pop bis Z wie zünftiger Rock

Siebte Auflage der Trostberger „Nacht der Musik“ am Samstag, 30. April: „Eine Stadt – 8 Lokale – 11 Bands“

Von Michael Falkinger

„Eine Stadt – 8 Lokale – 11 Bands“, lautet das Motto der siebten Trostberger „Nacht der Musik“, die am Samstag, 30. April, in Trostberg steigt. Der Veranstalter, die Stadt Trostberg, und der Organisator, die Agentur Günter Wimmer aus Waging, versprechen damit wieder einen absoluten Höhepunkt für die Trostberger und deren Gäste. Beginn ist grundsätzlich um 20.30 Uhr. Nur beim Auftritt der Musikschule Trostberg im Atrium am Stadtmuseum ist der Beginn aufgrund der Beteiligung jüngerer Kinder auf 19.30 Uhr vorgezogen und endet bereits um 21.30 Uhr.


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Es ist ein einmaliger Eintritt in Höhe von neun Euro zu bezahlen, der es ermöglicht, überall mit dabei zu sein und einen Rundgang durch alle beteiligten Lokale zu starten. Es gibt wieder eine Ermäßigung für Kinder ab sieben Jahren und Jugendliche unter 16 Jahren. Dieses Eintrittsband kostet nur sechs Euro. Aus organisatorischen Gründen wird dieses aber nur im Postsaal Trostberg verkauft und berechtigt zum Aufenthalt in den teilnehmenden Gaststätten je nach Alter bis 22 Uhr –  in Begleitung eines Erziehungsberechtigten auch länger.

An den acht Orten – Atrium am Stadtmuseum, Hotel „Pfaubräu“, Postsaal, Brasserie „Roger’s“, Café „Schöne Helene“, Altstadtkneipe „Servaxx“,  Club „Stiege“ und „Waldschenke“ – bieten die Stadt Trostberg und die Agentur Wimmer mit acht Musikgruppen verschiedenste Stilrichtungen an – von A wie Austro-Pop bis Z wie zünftiger Rock.

Bei diesem hochwertigen Musikangebot dürfte für jeden Besucher und jede Altersgruppe etwas dabei sein. So kann man in schöner Atmosphäre Menschen treffen, die man lange nicht mehr gesehen hat, oder auch neue Freundschaften schließen, sich gut unterhalten und einfach Spaß haben. Infos gibt’s im Internet unter www.nachtdermusik.info und www.stadt-trostberg.de.

Die Bands im alphabetischen Überblick:

Amplified Hate, Postsaal, 22.45 Uhr:

Auch neun Jahre nach ihrer Gründung nimmt die Band aus dem Chiemgau kein Blatt vor dem Mund. Wetty (Gesang), Chris (Gitarre, Backgroundgesang), Ober (Gitarre), Sebi (Gitarre), Flo (Bass, Backgroundgesang) und Maexx (Schlagzeug) spielen eine Mischung aus Punk, Trash und Hardcore. Abwechslungsreich, energiegeladen und mit entsprechender Bühnenpräsenz. „Uns hört man, weil wir ehrlich und schnörkellos unser Ding durchziehen“, sagen die sechs Jungs.

Amplified Hate

Amplified Hate: Abwechslungsreich, energiegeladen und mit entsprechender Bühnenpräsenz.

Delva, Club „Stiege“, 20.30 Uhr:

Der Begriff „Delva“, vermutlich aus dem Altkeltischen überliefert, bedeutet Gestalt und steht für das Wandelbare, Geheimnisvolle, manchmal Ungewisse, das in der Musik des 2013 gegründeten Trios besungen  und bespielt wird. Neben Eigenkompositionen mit vorwiegend deutschsprachigen Texten folgt Delva auch Spuren irisch-keltischer Musik, die den Zuhörer auf Pfade ruhiger, melancholischer Klangwelten führen. Die Instrumentierung Geige, Gitarre/Banjo, Gesang/Piano und Rahmentrommel bietet viel Freiraum für verschiedene Einflüsse, spannende Arrangements und stilistische Neuentdeckungen. Die nachdenklichen Texte von Sängerin Johanna Krins, die von Begegnungen und verworrenen Lebenswegen erzählen, und die individuelle Performance von Geigerin Judith Krins und Gitarrist Michi Löwe verschmelzen zu einer schattenhaften, sich ständig neu definierenden Gestalt, die auf eine Reise ins Verborgene und Unterbewusste einlädt.

 

Delva

Reise ins Verborgene und Unterbewusste: Judith Krins, Johanna Krins und Michael Löwe (von links) sind das Akustik-Trio Delva. Foto: Michael Falkinger

Fainted Fairies, Café „Schöne Helene“, 20.30 Uhr:

Geballte Frauenpower ist mit Fainted Fairies angesagt. Manja (Gesang, Akkordeon, Bass), Theresa (Gesang, Saxofon, Klarinette, Ukulele, Gitarre), Simone (Gesang, Gitarre) und Lisa (Gesang, Bass, Gitarre) bilden eine unglaublich temperamentvolle und zugleich beeindruckende Band, die eine fetzige Mischung aus Rockabilly, Bluegrass, Blues, Jazz und Rock’n’Roll spielt.  Die ersten 50 Gäste erhalten ein Glas Prosecco von der „Helene“ kostenlos.

 

Fainted Fairies

Temperamentvolle und beeindruckend: Fainted Fairies liefern geballte Frauenpower.

Hydra Heads, Postsaal, 21.30 Uhr:

„Drei Köpfe, ein Gedanke“: Die Band Hydra Heads aus Neuötting besteht mit Sebastian Schreiner (Gesang, Bass), Dennis Decker (Gitarre) und Matthias Neuberger (Schlagzeug) aus nur drei Musikern, dröhnt auf ihren Songs aber so laut wie ein ganzes Orchester. Die Hydra Heads spielen nach eigener Aussage „tiefen Powerrock“. Die dafür nötige Rezeptur geht ganz einfach: schwere Gitarrenriffs in bester Tradition von Bands wie Alice In Chains oder Soundgarden, wuchtiges Schlagzeugspiel und der grungelastige Gesang, mal rau, mal melodisch. Eine Mischung, die allen Freude macht – Hörern wie Band: „Wir spielen nur das, was uns Spaß macht und uns pusht. Wir stellen sehr hohe Ansprüche an unsere Songs, da kann es schon mal passieren, dass wir an einem Stück 80 Stunden herumschrauben“, sagt Sänger Sebastian, der ebenso wie seine beiden Mitmusiker, ganz an den Musikstil angepasst, in der Metallbranche arbeitet.

 

Hydra Heads

Tiefer Powerrock: Hydra Heads spielen nur das, was ihnen Spaß macht und sie pusht.

Jack in a Box, Brasserie „Roger’s“, 20.30 Uhr:

Paul Clarke (Klavier, Bass, Gesang), Günter Gaisreiter (Gitarre, Schlagzeug, Gesang) und Wolfgang Eckbauer (Gitarre, Gesang) von Jack in a Box liefern groovigen Gitarrensound, Klavier und Schlagzeug. Egal ob Pop, Rock, Oldies oder Chart-Hits – alles wird dargeboten in frischem Outfit, facettenreichen Arrangements und ausgefeiltem mehrstimmigen Gesang. Die Band begeistert durch Spielfreude und musikalische Virtuosität. Immer groovig und relaxed. In seinem Programm präsentiert das Trio Hits aus fünf Jahrzehnten Musikgeschichte. Von Elvis bis R.E.M., von U2 bis STS.

 

Jack in a Box

Von Elvis bis R.E.M., von U2 bis STS: Jack in a Box präsentieren Hits aus fünf Jahrzehnten Musikgeschichte. Foto: Florian Schäfer

Kröten, Altstadtkneipe „Servaxx“, 20.30 Uhr:

„Rock, Rock und nochmals Rock“, versprechen Die Kröten. Von AC/DC bis Metallica ist alles dabei. Schwitzen ist beim Auftritt von Christian Mattel (Leadgitarre), Harry Grasshof (Bass), Hannes Vordermayer (Schlagzeug, Gesang) und Thomas Kufner (Leadgesang, Gitarre) angesagt. Der Mix und der Verzicht auf allzu viele technische Hilfsmittel tragen zum unverkennbaren, klaren Rock-Sound der Kröten bei. Der Wiedererkennungswert der Songs geht dabei natürlich nicht verloren. Ob Beisl, Halle oder Zelt, die Kröten fühlen sich auf jeder Bühne wohl und sind immer mit Herz dabei. Vorschläge vom Publikum sind erwünscht und wurden auch schon oft umgesetzt. Die Kröten, eine solide Cover-Rock-Band.

 

Kroeten

Solide Cover-Rock-Band: Die Kröten ist Schwitzen angesagt. Foto: Florian Schäfer

Musikschule Trostberg, Atrium am Stadtmuseum, 19.30 Uhr:

Als Lokalmatadoren zeigen Bands, die Combo, Barpianisten und Trommler der Musikschule Trostberg im Atrium am Stadtmuseum ihr Können. Das Repertoire reicht von „Dschungelbuch“ bis Top Ten, von Pop bis Jazz und von Bayern bis Afrika. Im Atrium ist der Eintritt frei. Die Musikschule freut sich aber über Spenden.

Orgelpfeifer Trostberg Nacht der Musik Olles LeiwandOlles Leiwand, „Waldschenke“, 20.30 Uhr:

Austro-Pop in der Schwarzau: Peter Mühlbauer (Gitarre, Gesang), Wolfgang Langwieder (Gitarre, Gesang), Gerhard Wieser (Bass, E-Gitarre) und Florian Bredl (Schlagzeug) von Olles Leiwand präsentieren ab 20.30 Uhr Hits von Wolfgang Ambros, Georg Danzer, Rainhard Fendrich, Peter Cornelius, STS, Ostbahnkurti, Opus und vieles mehr.

Taktattackers, Club „Stiege“, 22 Uhr:

Seit ihrer Gründung 2010 ist Power gepaart mit Witz, Charme und musikalischen Highlights das Rezept der Taktattackers. Masu Maia (Gesang), Damion Lee (Gesang), Mr. Mephisto (DJ, Mixer), Sebastian Huber (Bass), Stefan Weißleder (Keyboard), Thomas Nusko (Gitarre) und Manfred Bolinth (Schlagzeug) attackieren die deutschsprachige HipHop-Szene. Die Chiemgauer stehen jedoch nicht nur für HipHop mit Adrenalin, sondern auch für Reggae mit außergewöhnlichem Flow. Von München bis Hannover über Ostfriesland nach Montreux – jede Crowd war sofort im Taktattackers -Bann. Nicht ohne Grund heißt das 2011 veröffentlichte Debütalbum „Zündstoff“! Ob Kopfnicker oder Dancehall-Queen, Abi-Ball oder Undergroundjam. Die Taktattackers lassen Füße glühen und Schweißbänder sinnvoll erscheinen.

 

Taktattackers

Power gepaart mit Witz, Charme und musikalischen Highlights: Die Taktattackers lassen Füße glühen und Schweißbänder sinnvoll erscheinen.

Trust a Few, Postsaal, 20.30 Uhr:

Marvin (Gesang), Toni (Gitarre), Armin (Gitarre), Bruno (Bass) und Paul (Schlagzeug) bieten treibende Drumbeats, unkonventionelle Gitarrenarbeit und Shouts. „Wir wollen nicht die typische Hardcore-Band von nebenan sein, wir wollen alles und mehr“, sagen die fünf Reit im Winkler. Seit der Gründung Ende 2013 wird kontinuierlich an dem Erfolgsrezept der Band gefeilt. Seit Sommer 2015 sind sie mit den Songs der jüngsten EP auf den Bühnen unterwegs. Einen Schritt weiter Richtung Ziel, Menschen mit Musik zu berühren, hinaus zu gehen und das Leben in die Hand zu nehmen.

 

Trust a Few

Nicht die typische Hardcore-Band von nebenan: Trust a View wollen die Menschen mit Musik berühren.

Warehouse 7, Hotel „Pfaubräu“, 20.30 Uhr:

Eine neue Trostberger Band stellt sich vor: Alexandra (Gesang), Sonja (Gesang), Dieter (Rhythmusgitarre, Gesang), Hans Günther (Leadgitarre), Andreas (Keyboards), Christoph (Schlagzeug) und Klaus (Bass) von „Warehouse 7“ haben sich der Rockmusik verschrieben und bieten ihren Zuhörern handgemachte Musik. Sie verzichten auf elektronische und digitale Hilfsmittel. Mit einem Mix aus älteren und aktuellen sowie eigenen Songs, angefangen von der Ballade bis hin zum Hardrock, laden sie ihr Publikum zu einer Reise durch ein Stück Geschichte der Rockmusik ein.

Warehouse

Reise durch ein Stück Geschichte der Rockmusik: Die neue Trostberger Band Warehouse 7 stellt sich vor.

(28. April 2016)