langjährig in Wasserwacht und BRK-Bereitschaft engagiert

Trostbergs Bürgermeister Karl Schleid und BRJK-Kreisgeschäftsführer Kurt Stemmer (von links) sowie Altenmarkts Dritte Bürgermeisterin Christine Reich (Mitte) und BRK-Bereitschaftsleiter Ulrich Binder (rechts) gratulierten den Geehrten: Adolf Feil, Anneliese Weißl und Adolf Safner (von links) halten dem BRK seit vielen Jahren die Treue. Fotos: fam

„Ohne euch hätten wir ein ernsthaftes Problem“

Neujahrsempfang der BRK-Bereitschaft und Wasserwacht:  Anerkennung für Engagement

Von Michael Falkinger

Der BRK-Bereitschaft Trostberg-Palling gehören derzeit etwa 50 Mitglieder an. Beim Neujahrsempfang der BRK-Bereitschaft und der Wasserwacht-Ortsgruppe Trostberg in der Altenmarkter „Husarenschänke“ haben Bereitschaftsleiter Ulrich Binder und BRK-Kreisgeschäftsführer Kurt Stemmer vier von ihnen für langjährige Treue ausgezeichnet. Ernö Takacs ist seit 15 Jahren Mitglied, Adolf Safner seit 35 Jahren. Bereits seit 45 Jahren leisten Anneliese Weißl und Adolf Feil aktiven Dienst.


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Die Mitglieder der Bereitschaft waren im vergangenen Jahr in 4.599,5 Stunden gefordert, sagte Binder im Rückblick auf 2015. Davon wendeten sie 1.142,5 Stunden für Sanitätsdienste auf. Sieben SEG-Einsätze bei vier Brandeinsätzen im nördlichen Landkreis Traunstein vereinnahmten die Bereitschaft mit 159 Stunden.

2.520 Stunden investierte die Bereitschaft in die Aus- und Weiterbildung. Darin enthalten sind diverse Lehrgänge sowie die Bereitschaftsleiterstunden. Für Aufgaben wie Blutspendedienst und Sozialdienst sowie Arbeiten in und an der Unterkunft kamen weitere 778 Stunden dazu. Hier galt Binders Dank einer Gruppe der Wasserwacht, die alleine 124 Stunden in die Renovierung der Fahrzeughalle investiert haben.

Binder betonte, dass das Jahrespensum an Stunden nicht allein mit eigenem Personal zu leisten gewesen ist. Er bedankte sich bei den Bereitschaften Engelsberg, Tittmoning und Traunreut sowie den Ortsgruppen Seeon und Palling, die mit insgesamt 500,5 Stunden zum Ergebnis beigetragen haben.

Der Bereitschaftsleiter erinnerte an die 1.872 Stunden von Alfred Mayer und dessen Team für die Rumänienhilfe, die in der Stundenanzahl der Bereitschaft nicht enthalten sind. Für die Rumänienhilfe fuhr Mayer zudem 12.240 Kilometer. Bereits seit 1990 organisiert er Transporte von Hilfsgütern nach Rumänien. Ebenfalls nicht im Gesamtpensum der Bereitschaft sind 136,5 Stunden enthalten, in denen sieben Helfer bei anderen Einheiten einsprangen.

Auch die Wasserwacht-Ortsgruppe war sehr rührig. Beim Neujahrsempfang erhielten einige Mitglieder Auszeichnungen für absolvierte Lehrgänge. Constanze Weisky, Florian Obergröbner und Bernhard Pyrcherer haben sich in puncto Grundlagen Sanitätsdienst fortgebildet. Das Rettungsschwimmer-Abzeichen in Bronze erhielten Lisa Frank und Nikita Hoffmann. Maximilian Liebhart und Andreas Beisl erhielten den Lehrschein Rettungsschwimmen. Stellvertretender Ortsgruppenvorsitzender Benjamin Betz bildete sich für drei Lehrscheine fort: für Erste Hilfe, Sanitätsdienst und als Instruktor für den automatisierten elektrischen Defibrillator.

Bis zum Stichtag 28. Oktober 2015 hat die Ortsgruppe, der 16 Aktive angehören, im vergangenen Jahr 782 Stunden geleistet, berichtete Betz. Mit den Stunden unter anderem für das Fackelschwimmen im Alzkanal, Training und Gruppenstunden summiert sich das Pensum auf 1.905 Stunden.

Die meisten Dienststunden im Sommer schoben Benjamin Betz mit 86,9 Stunden an 15 Tagen, Daniel Huber mit 76,9 Stunden an 17 Tagen und Maximilian Liebhart mit 74,6 Stunden an zwölf Tagen. 73 Mal musste die Wasserwacht Erste Hilfe leisten. Dazu gehörte auch eine Lebensrettung. Gemeinsam mit der SEG Obing und der Kreiswasserwacht führte die Ortsgruppe neun Einsätze und vier Übungen durch.

Die Ortsgruppe nahm 173 Schwimmabzeichen ab. Zu ihnen zählten 64 beim Klassenschwimmwettbewerb, den die Wasserwacht in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus für allgemeinbildenden Schulen durchgeführt hat. 45 Schulklassen von neun Schulen des Landkreises Traunstein hatten sich daran beteiligt.

„Wir schätzen die Zusammenarbeit mit der Bereitschaft Trostberg und der Wasserwacht Trostberg sehr“, betonte Stemmer.  „Es geht nur miteinander.“ Denn die Anforderungen würden nicht weniger. Er nannte Einsätze bei den Biathlon-Weltcups in Ruhpolding und in der Flüchtlingshilfe als Beispiele, bei denen die BRK-Kräfte aus dem Landkreis Seite an Seite gearbeitet haben. Stemmer erinnerte zudem daran, dass an einem Ehrenamtsabend in Traunstein auch drei Mitglieder der BRK-Bereitschaft Trostberg-Palling für außergewöhnliche Verdienste geehrt worden sind. Hannelore Steinmüller und Alfred Mayer erhielten das Ehrenzeichen der BRK-Bereitschaften in Gold, Silvia Stockhammer das Ehrenzeichen in Bronze.

„Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“, zitierte Pfarrer Wolfram Hoffmann die Jahreslosung der evangelischen Kirche. „Ich glaub’, zum Thema Trösten brauch’ ich dem Roten Kreuz nichts zu sagen.“ Doch erinnerte er daran, dass auch Tröstende und Helfer ab und zu Trost brauchen. Daher appellierte er an die Mitglieder der Bereitschaft und der Wasserwacht, darauf zu achten, ob ein Kamerad im Helfen trostlos wird.

Die Gemeinde Altenmarkt unterstützt die BRK-Bereitschaft jährlich mit 330 Euro. Dritte Bürgermeisterin Christine Reich bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder. Gerade mit Blick auf die Wasserwacht erklärte sie, dass auch viele Altenmarkter das Trostberger Schwimmbad besuchen.  „Man kann sich gut aufgehoben fühlen.“

„Ohne euch hätten wir ein ernsthaftes Problem“, kommentierte Trostbergs Bürgermeister Karl Schleid den Dienst im Freizeitzentrum. Es sei bemerkenswert, was Bereitschaft und Wasserwacht ehrenamtlich geleistet haben. Was ihn besonders freute: dass so viele junge Leute dabei sind.

Neujahrsempfang der BRK-Bereitschaft

Freuen sich gemeinsam über das Engagement junger Leute in der Wasserwacht: BRK-Kreisgeschäftsführer Kurt Stemmer, Constanze Weisky, Lisa Frank, Andreas Beisl, Florian Obergröbner, Nikita Hoffmann, Altenmarkts Dritte Bürgermeisterin Christine Reich, Maximilian Liebhart, Daniel Huber, Trostbergs Bürgermeister Karl Schleid und stellvertretender Wasserwacht-Ortsgruppenvorsitzender Benjamin Betz (von links).

(9. Februar 2016)