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Runder Tisch des Sozialen Netzwerks Trostberg

Starkes soziales Netzwerk: Im großes Sitzungssaal wurde am Donnerstagnachmittag zum zweiten Mal ein Runder Tisch zum gegenseitigen Kennenlernen und Informationsaustausch einberufen. Foto: fam

Hilfe bei Problemen und Notlagen

Soziales Netzwerk Trostberg: Zweites Treffen des Runden Tischs

Von Michael Falkinger

Wie wichtig der Stadt Trostberg der Sozialbereich ist, zeigt die Aufteilung dieses Sektors auf drei Stadträte: Franziska Liedl ist Referentin für Jugend und Bildung, Franz Sedlmeier Referent für Familie und Soziales, Marianne Penn Referentin für Menschen mit Beeinträchtigungen und Seniorenbeauftragte. Bereits im vergangenen Jahr hatten Liedl, Penn und die inzwischen aus dem Stadtrat ausgeschiedene Gaby Griesbeck einen Runden Tisch des sozialen Netzwerks Trostberg initiiert, an dem sich Vertreter der Stadt und des Landkreises im großen Sitzungssaal des Rathauses getroffen hatten.


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Nun kamen Mitglieder des sozialen Netzwerks ein weiteres Mal im Rathaus zusammen, um ihre Kontakte zu vertiefen und über ihre Arbeitsfelder zu informieren. Mehr als 30 Vertreter von Stadtverwaltung, Jugendzentrum, Trostberger Kirchen und Kindergärten, Caritas, Trostberger Tafel, Arbeitskreis Hilfe für Notleidende, Arbeitskreis Nächstenhilfe, Netzwerk Asyl Trostberg, Tauschring, Kolpingsfamilie, TSV Trostberg, Seniorenbeirat, AWO, Familienstützpunkt, KoniS – Konzepte individueller Sozialpädagogik, Pfadfindern, offener Behindertenarbeit, Landratsamt Traunstein, Malteser Hilfsdienst und Diakonischem Werk tauschten gemeinsam mit Liedl, Sedlmeier, Penn und Bürgermeister Karl Schleid Gedanken aus.

Sinn des Netzwerks und des Runden Tischs sei das gegenseitige Kennenlernen und zu erfahren, wo für welche Angelegenheiten die Anlaufstellen sind, sagte Penn. „Ich bin Fan von Netzwerken. Netzwerke haben Qualität.“  Schleid zeigte sich stolz darüber, wie rege das soziale Leben in Trostberg sei. Er bezeichnete es als beeindruckend, über wie viele Hilfsmöglichkeiten die Stadt verfügt.

Vielfältiges Angebot besser bekannt machen

Der Bürgermeister warb aber auch dafür, dieses vielfältige Angebot in der Öffentlichkeit besser bekannt zu machen. „Das beste Netzwerk hilft nichts, wenn man es nicht kennt“, betonte Schleid. „Nutzt das Amtsblatt, das wir anbieten.“ Es sei kostenlos und könne von jedem in Anspruch genommen werden. Er erinnerte an den Sozialfonds der Stadt Trostberg, der unbürokratische Hilfe biete. „Die Möglichkeiten sind schon da“, versicherte Schleid. Die Bürger hätten Anspruch auf Hilfe; dies sei kein Betteln. Wer sich in einer schwierigen Lage oder Notsituation befindet, müsse sich jedoch auch an die für ihn wichtigen Stellen wenden, da er nicht erwarten könne, dass sein Problem für alle erkennbar sei.

Die Palette der Angebote ist groß. Kinder und Schüler, Familien und Senioren haben bei Problemen viele Anlaufstellen. Ob finanziell, psychisch, integrativ und arbeitsvermittelnd oder gesellschaftlich und sportlich: Das soziale Netzwerk mit seinen Vertretern achtet darauf, dass alle Bürger ein sozial verträgliches Leben in Trostberg führen können.

Als Griesbeck, Liedl und Penn die Initiative im vergangenen Jahr gestartet hatten, planten sie, den Runden Tisch regelmäßig zu verschiedenen Themenbereichen einzuberufen. Dies soll mit Griesbecks Nachfolger Sedlmeier weitergeführt werden. Das nächste Treffen soll laut Schleid nicht nur dem gegenseitigen Kennenlernen dienen, sondern auch in Richtung Themenfindung gehen. Für den nächsten Runden Tisch ist ein Fachvortrag mit dem Jobcenter geplant, kündigte Penn an. Denn: Viele Mitglieder des Runden Tischs hätten mit dem Bereich Arbeit und Beschäftigung zu tun.

(9. April 2016)