Altstadtfest 2016

Altstadtfest im wahrsten Sinne des Wortes in trockenen Tüchern: Nach anfänglichem Regen und Donnerwetter ließ es sich doch noch gut draußen sitzen. Fotos: fam

Dem Wetter ein Schnippchen geschlagen

Anfängliches Regenwetter trübt bei Altstadtfest die Laune nicht

Von Michael Falkinger

Geduld ist eine himmlische Tugend, die belohnt wird. Das Altstadtfest fand statt – trotz bescheidener Wetterprognose. Monika Wiedl vom Kulturamt und ihr Team ließen sich als Organisatoren vom Wetter nicht ins Bockshorn jagen. Zwar kamen am Samstag pünktlich zu Beginn Regen und Gewitter auf, doch hatten die Macher vorgesorgt. Die Bühne für die Vorführungen der Trostberger Vereine war vor dem Atrium am Stadtmuseum aufgebaut, um bei Regen schnell ins Innere ausweichen zu können. So eröffnete das Jugendblasorchester der Stadt das Fest im Atrium. Auch die Abteilungen des TSV Trostberg, Turnen und Ringen, präsentierten indoor ihre Nachwuchsarbeit und Nachwuchstalente. Doch schon der vierte Programmpunkt konnte draußen stattfinden – und spätestens dann erhielten die Organisatoren Recht in ihrem Beschluss, das Altstadtfest stattfinden zu lassen. Inzwischen war auch der Fanfarenzug der Freiwilligen Feuerwehr Trostberg von der Hauptstraße her vor das Atrium gezogen.

Fa. Alwin Kroner

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Die relativ neue Tanzgruppe des SV Oberfeldkirchen, die Dancing Angels, zeigte ihr Können und lockte die zahlreichen Besucher, die zuvor dem Regen getrotzt hatten, vors Atrium. Die Zuschauer bestaunten auch die Tanzgruppen aus Heiligkreuz, die Voltigiergruppe des Reitvereins und die Elfergarde. Solche Vorführungen sind ein wichtiger Bestandteil des Altstadtfests: Hier erhalten Trostberger Ortsvereine eine Plattform, sich zu präsentieren und um Nachwuchs zu werben. Das Showprogramm moderierte Dritte Bürgermeisterin Dr. Birgit Seeholzer souverän. Sie bewies großes Improvisationstalent, als es darum ging, den Kindern vor der Bühne das Warten auf den Feuerspucker Fabula Ignis alias Christian Beinhölzl zu verkürzen.

Seeholzer hatte auch die Familienmeile in der Hauptstraße organisiert. Während des anfänglichen Regens hatten sich zahlreiche Standbetreuer zur Abordnung des Jugendzentrums geflüchtet, die ihnen das Wetter mit Crêpes versüßte. Auf der Familienmeile konnten sich Besucher über viele Trostberger Vereine und Organisatoren informieren. Unter anderem bot die Sportfahrergemeinschaft Kartsport für Kinder an, die Schützengesellschaft D’Alztaler war mit einem Laser-Biathlon-Schießstand am Start, beim Glückshafen der BRK-Bereitschaft gab es schöne Preise zu gewinnen, an der Spritzwand der   Feuerwehr konnten die Kinder ihre Zielgenauigkeit testen, und mit Jurte und Feuerkessel waren die Pfadfinder vertreten.

Auch die Lokale in der Hauptstraße und die Stände, die kulinarische Schmankerl anboten, waren mit Zelten und Schirmen für jedes Wetter ausgerüstet und hatten regen Zulauf. So bildete sich an der Bühne am Atrium beim Essens- und Getränkestand der Handballer des TSV Trostberg eine lange

Bis nach Mitternacht feierten zahlreiche Besucher im Freien. Erst als die Band Baeck in Town, die auf der Bühne in der Hauptstraße Klassiker, Evergreens und Partyhits aus mehreren Jahrzehnten Musikgeschichte spielte, den Feierabend einläutete, leerte sich allmählich die Straße. Mit Feiern war aber noch lange nicht Schluss. In den Lokalen gab es noch ausreichend Gelegenheit, die Nacht beim gemütlichen Ratsch ausklingen zu lassen.

Es war die richtige Entscheidung, das Altstadtfest über die Bühne gehen zu lassen. Einige anfangs resignierte Mienen hellten sich – wie auch das Wetter – im Laufe des Abends mehr und mehr auf. Das Altstadtfest sorgte für heitere Atmosphäre, und es herrschte gute Stimmung. Erfreulich ist auch, dass alles friedlich ablief, wie Bürgermeister Karl Schleid und die Polizei mitteilten.

(28. Juni 2016)