Le Chic: Vom Standort überzeugt

Chic

Seit mehr als drei Jahrzehnten ist die Prienerin Rosemarie Angerl mit ihrer Boutique „Le Chic“ in Trostberg. Zielgruppe sind laut Angerl „junggebliebene Frauen“, die sich gern elegant, trend- und geschmackssicher anziehen. Im Sortiment von „Le Chic“ sind Hosen von Zerres, Oberbekleidung von Steilmann, Strickwaren von Monari und Kleidung zahlreicher französischer Häuser. Angerl ist Eigentümerin des Gebäudes am Vormarkt, in dem sie ihre Boutique führt. Sie hatte das Haus bedarfsgerecht erweitern lassen, weil sie überzeugt vom Standort in Trostberg ist: „Ich finde, das ist eine nette, liebenswerte Kleinstadt mit sehr netten Menschen. Ganz anders als bei mir daheim in Prien, wo alles deutlich anonymer abläuft.“


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Angerl hat es geschafft, viele Stammkundinnen auch von außerhalb der Stadt zu binden: „Manche kommen schon seit mehr als 30 Jahren zu mir.“ Besonderes Lob hat die Geschäftsinhaberin für die Stadtwerke Trostberg parat: „Die Infrastruktur läuft richtig gut, alles was mit Wasser und Strom zu tun hat, die Zähler werden regelmäßig erneuert. Das ist nicht überall so.“ Allerdings sieht Angerl auch, dass die Stadt im „Dornröschenschlaf“ feststeckt. „Viele Probleme, die schon zu sehen waren, als ich im März 1981 meine Boutique eröffnet habe, gibt’s heute noch: Wir haben keine Umgehungsstraße, der Lkw-Verkehr, die Abgase, das Salz im Winter – das macht’s Geschäftsinhabern nicht unbedingt leichter, ein für Kunden attraktives Ambiente zu schaffen.“ Gar nicht gefällt Angerl der Abschnitt der Traunsteiner Straße nach dem PurVital in Richtung Altstadt. „Das hör ich immer wieder von meinen Kundinnen: Der Einfahrtsbereich in die Stadt ist wirklich gräßlich.“ Die Häuser, auf die die „Le Chic“-Inhaberin anspielt, sind im Besitz der Stadt Trostberg. „Alte Häuser sind nichts Schlechtes. Aber die anfallenden Arbeiten – Gehwege säubern, Fenster putzen, die Fassaden instandhalten zum Beispiel – sind über Jahre nicht mehr erledigt worden. Das ist inzwischen ein Schandfleck für Trostberg.“ Gerade im Entree zur Altstadt sei das ein wenig vertrauenerweckender Anblick. Die zum Teil rigide Verkehrsüberwachung mache es den Geschäftsleuten auch nicht unbedingt leichter, bei der Kundschaft zu punkten: „Ich hab schon beobachtet, wie Strafzettel verteilt wurden, obwohl gerade mal drei Autos am Vormarkt gestanden sind. Da sind wir im Vergleich zu Traunreut, wo die Kunden kostenlos parken können, im Hintertreffen.“


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